Paris ist die Stadt der Lichter und der Liebe. Die Metropole ist auch weltbekannt für ihre Haute Couture, ihre exzellenten und Michelin-star gekrönten Küchenchefs sowie der Lebenslust der Franzosen. Sehenswürdigkeiten wie der Eiffelturm oder die Kathedrale Notre-Dame sind auch den meisten Menschen geläufig.

Paris bietet jedoch auch noch eine sehr lebendige Museums-Szene mit vielen äußerst interessanten Museen wie dem Louvre, dem Musée d’Orsay oder dem Picasso Museum. Eines der spektakulärsten Ausstellungen bietet jedoch das Musée de l’air et de l’espace an, welches direkt am Flughafen Le Bourget liegt. Nicht nur für Familien ist dies ein interessanter Ort, da es das älteste Luft- und Raumfahrtmuseum der Welt ist.

Das Museum

Die außergewöhnliche Sammlung wurde bereits im Jahre 1919, auf Vorschlag von Albert Caquot, gegründet. Dieser Wissenschaftler erreichte vor allem durch seine außergewöhnlichen Konstrukte sowie seinen wissenschaftlichen Arbeiten Weltruhm und war lange Zeit Mitglied sowie Präsident der prestigeträchtigen Französischen Akademie der Wissenschaften.

Durch die Nutzungsänderungen am Flughafen Le Bourget zog im Jahre 1975 das Museum in seine neuen Räumlichkeiten, in direkter Nähe des Flugplatzes. Teil der Ausstellung ist ein Planetarium in dem mehr über unser Sonnensystem und dem Weltraum im Allgemeinen erfahren werden kann.

Die Anreise gestaltet sich am leichtesten mit dem öffentlichen Personennahverkehr über die RER-Bahnhaltestelle Le Bourget und den Bussen 350, 152 und 148. Es gibt jedoch auch Besucherparkplätze für eine Anreise mit dem eigenem PKW. Der Eintritt zur Ausstellung ist die meiste Zeit über kostenlos, Sonderausstellungen ausgenommen.

Die Sammlung

Sowohl die Auswahl als auch die Anzahl der Exponate und deren Qualität sind einzigartig. Insgesamt verfügt das Museum über etwa 20.000 Ausstellungsstücke. Dabei 300 verschiedene Flugzeuge, die zum größten Teil ausgestellt werden sowie weitere Exponate von Raketen aller Art und Raumfahrzeugen, die teilweise Original oder sonst detailgetreue Repliken sind. Darüber hinaus ist auch eine umfangreiche Flugmotorensammlung sowie eine Fachbibliothek Teil der Sammlung, die jedoch nicht immer oder nur begrenzt öffentlich zugänglich sind.

Die Ausstellungsstücke dokumentieren dabei die Geschichte des Fliegens: Vom 15. Jahrhundert bis zur Neuzeit. Besonders bekannt ist das Museum für die Qualität der verschiedenen Flugzeugmodelle. Zu diesen zählen unter anderem eine Deperdussin Monocoque aus dem Jahre 1912, eine Junkers F 13 von 1919, der „Volksjäger“ aus dem Jahre 1944: Heinkel He 162 A und ein Prototyp der Concorde.

Neben dem Prototyp der Concorde findet sich auch eine Concorde F-BTSD der Air France auf dem Gelände, die im Flugeinsatz gewesen ist. Auch andere große Verkehrsflugzeuge wie beispielsweise eine Boeing 727 sind Teil der Ausstellung. Die beiden Verkehrsmaschinen Boeing 747 und Mercure 100 sind sogar (vollständig) begehbar und damit absolute Publikumslieblinge.

Weitere Exponate sind Kunstwerke rund um die Ballonfahrt aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie die Repliken der Ariane 1 bis 5 Raketen. Ein Besuch des Museums sollte also bei einem Paris-Trip immer mit eingeplant werden.